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Schaffen Sie Ihre täglichen Vorhaben, Ihre Pflichten und Wünsche in die 24 Stunden eines Tages einzubauen? Oder wäre für Sie eine Änderung zum 25-Stundentag eine nützliche Alternative?

Die Tage als Logopädin sind lang, aber nicht lang genug. Kürzlich, als ich wieder einmal mit meinem Tagesprogramm in der Arbeit und privat nicht durchkam, dachte ich mir, wie toll es wäre, wenn der Tag 25 Stunden hätte. Wenn sich die Erde einfach ein bisschen langsamer drehen würde.

Wie wäre es, wenn ich jeden Tag eine Stunde länger hätte? Was würde ich damit anfangen?

Eine Stunde länger schlafen wäre ein echter Luxus. Aber schlafend merke ich nichts von dieser zusätzlichen Stunde, der Tag würde nicht wirklich länger.

Also gleich früh aufstehen, aber ohne Hetze gemütlich zmörgele. Schon wäre die Stunde wieder verflogen.

Noch eine Stunde zusätzlich arbeiten würde finanziell mehr einbringen, doch gleichzeitig würde mich das mehr erschöpfen und zum Erholen hätte ich ja nicht mehr Zeit als vorher.

Eine Stunde mehr für Sport einbauen, ja, das würde mich fitter machen, der Pendenzenberg würde sich aber trotzdem nicht von alleine abbauen.

Also meine liegen gebliebenen Papiere erledigen? Zugegeben, das wäre eine sinnvolle Nutzung. Und dennoch habe ich doch so viel anderes, dem ich zeitlich nachrennen muss.

Wo immer ich mir diese Stunde einbauen würde, müsste ich also trotzdem Abstriche bei etwas Anderem machen. Die Stunde wäre genauso schnell wieder aufgebraucht, wie ich sie erhalten hätte.

Darum: Keine 25 Stunden täglich, sondern einfach meine innere Uhr etwas gemächlicher laufen lassen und selber etwas gemütlicher durchs Leben gehen, so wie es George Orwell (der übrigens an einem 25. geboren wurde) gesagt hat:

Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.

 

Cristine M. Koller-Imhof

Quelle: DLF Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverband http://www.logopaedie.ch/blog/