Schon jetzt an das nächste Schuljahr denken!/?
9. Oktober 2018
Was hat das Rad mit Buchstaben zu tun?
6. November 2018
Alle zeigen

Bild_Namen_MBlattner.jpg
Nachdem ich mehrere Monate lang erfolglos versucht hatte, einem vierjährigen Klienten meinen Namen beizubringen, beziehungsweise überhaupt erst seine Neugier darauf zu wecken, fragte er auf einmal: «Wie heisst du eigentlich?»
Wir Logopädinnen und Logopäden, die mit Kindern arbeiten, werden mit verschiedensten Namen und Bezeichnungen angesprochen.
Zugegeben, die Aussprache meines Namens ist nicht ganz hindernisfrei. So wird aus Frau Blattner schon mal «Frau Blettler» oder «Fau Baten».
Die Kinder, die sich Namen noch nicht gut merken können, greifen oft auf ein «He du» oder ein «Hallo da» zurück. Andere beliebte Bezeichnungen – vor allem bei Kindern mit Migrationshintergrund – sind «Lehrerin» oder «Tante».

Einige werden bei der Namensgebung besonders kreativ. So nannte mich ein Mädchen Frau Blüemli. Ein Kind fragte die Mutter jeweils, wann es wieder zum «Doktor mit Zug» gehen könne, in Anspielung an unser Spiel mit der Briobahn. Ein Junge kam jeweils in die «Legopädie», natürlich um mit den Legos zu spielen. Ein Mädchen konnte sich lange nur den Namen der Handpuppe merken, mit der sie am liebsten spielte, meinen Namen jedoch nicht.

Manchmal dauert es aber auch nur etwas länger, bis der Zugriff zum richtigen Namen gelingt. Das tönt dann etwa so: «Mamiii? Frau Gerber? Frau Krähenbühl? Eeeeeeh, Frau Blattner?»

Übrigens: Auch den Eltern fällt es nicht immer leicht, sich den Namen der zuständigen Therapeutin zu merken. Im Wartezimmer wurde ich schon mehrmals angesprochen mit: «Entschuldigung, wir haben einen Termin bei Frau …, so eine Blonde, Grosse. Ist sie da?»

Was ist euer Lieblingsname, den euch ein Kind gegeben hat? Schreibt es in die Kommentare. Ich bin gespannt!

Meret ……..….. (Wissen Sie es noch?)

Quelle: DLF Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverband http://www.logopaedie.ch/blog/